Ablauf

Einen Freiwilligendienst im Ausland kann man grundsätzlich in drei Phasen unterteilen:

  1. Vor dem Dienstbeginn: Bewerbung, Auswahl, Vorbereitung

  2. Während des Dienstes

  3. Nach der Rückkehr

1. Vor dem Dienstbeginn: Bewerbung, Auswahl, Vorbereitung

Zunächst steht jede*r Freiwillige vor der Herausforderung, die passende Trägerorganisation für einen Freiwilligendienst im Ausland zu finden. Im Grunde hast du in dieser Hinsicht schon sehr viel richtig gemacht, denn du hast uns entdeckt und informierst dich gerade, wer wir sind und was wir dir anbieten können.

Du solltest für dich klären, welche Erwartungen du hast und was dir wichtig ist: willst du in ein bestimmtes Land oder ein bestimmtes sprachliches Umfeld? Soll „deine“ Trägerorganisation (und damit auch meist die Partnerorganisation im Ausland) eine bestimmte Weltanschauung haben? Soll das Büro „deines“ Trägers in deiner Nähe sein?
Bei uns kannst du deinen Freiwilligendienst in vielen Ländern der Erde machen, und bestimmt findest du einen von uns auch in deiner Nähe. Nachgewiesene Qualität und Seriosität der Trägerorganisation sollten für dich ein wichtiges Kriterium sein. Wir sind alle durch eine unabhängige Prüfinstanz zertifiziert worden und tragen ein anerkanntes Qualitätssiegel. Außerdem sollte für dich eine Rolle spielen, ob deine Trägerorganisation eine Anerkennung für staatliche Förderprogramme hat. Das ist bei uns allen der Fall und garantiert dir, dass du selbst keine hohen Summen für den Freiwilligendienst im Ausland aufbringen musst.
Wir als Trägerorganisationen haben natürlich als ein Merkmal unserer Qualität gewisse Kriterien, welche Voraussetzungen Freiwillige erfüllen müssen und unterscheiden uns auch darin, wie das Bewerbungsverfahren abläuft. Wir nehmen uns Zeit für eine gewissenhafte Auswahl, denn davon hängt viel für das Gelingen eines Dienstes ab. Sobald wir uns füreinander entschieden haben, starten wir gemeinsam deine Vorbereitung auf den Freiwilligendienst. Die Zeit der Vorbereitung ist fundamental für den tatsächlichen Dienst im Ausland, denn je besser die Vorbereitung, desto besser sind die Start- und Rahmenbedingungen für einen sinnstiftenden, lehrreichen und prägenden Freiwilligendienst.

Voraussetzungen

In der Regel musst du zum Zeitpunkt der Ausreise mindestens 18 und höchstens 26 Jahre alt sein, es gibt aber auch Ausnahmen. Manche Trägerorganisationen arbeiten „überregional“ und nehmen deutschlandweit Bewerbungen entgegen; andere verstehen sich als „regionale“ Anbieter und können nur Bewerbungen aus einer bestimmten Region entgegennehmen. Hinzukommen können trägerspezifische Voraussetzungen wie soziales Engagement oder die Bereitschaft, eine neue Sprache zu lernen. Die Webseiten der einzelnen Organisationen informieren umfassend über die Voraussetzungen, die du erfüllen solltest.
Es wird nicht vorausgesetzt, Mitglied der Katholischen Kirche zu sein. Allerdings sollten Bewerber*innen, die über uns als kirchlichen Träger einen Freiwilligendienst im Ausland leisten möchten, eine christliche Grund- und Wertehaltung mitbringen. 

Bewerbungsverfahren

Du solltest dich frühzeitig informieren, denn es gibt teils recht frühe Bewerbungsfristen. Wenn du eine Ausreise im Sommer anstrebst – dann beginnen die meisten Freiwilligendienste – liegt die Bewerbungsfrist oft schon im Herbst des Vorjahres. In der Regel werden schriftliche Bewerbungsunterlagen eingereicht. Viele Organisationen bieten auch vorab Informationsveranstaltungen an, sodass du deine potentielle Organisation schon vor der Bewerbung besser kennenlernen kannst. Die Bewerbung richtet sich jeweils an eine einzelne Trägerorganisation, manchmal aber auch direkt an eine Partnerstelle im Ausland. Genaue Infos und ggf. Unterlagen für die Bewerbung findest du auf unseren jeweiligen Webseiten.

Auswahl

Wenn du eine Bewerbung bei einem oder mehreren von uns eingereicht hast, durchläufst du ein Auswahlverfahren. Dabei ist uns wichtig, dass du dich davon überzeugen kannst, ob du bei der für dich richtigen Organisation und Einsatzstelle angekommen bist. Gleichermaßen prüfen wir im Zusammenspiel mit unseren Partner*innen im Ausland, ob wir dir einen Dienst anbieten können. Es ist von hoher Bedeutung, im Auswahlverfahren darauf zu achten, dass deine Wünsche und Erwartungen mit unseren und den Anliegen der Partner*innen und Projektstellen im Ausland übereinstimmen.  Mit vielen Jahren Erfahrung in Auswahlprozessen von Freiwilligen wissen wir, wie wichtig eine gewissenhafte, verantwortliche und transparente Auswahl für alle Beteiligten ist.

Vorbereitung

Wenn sich alle Beteiligten füreinander entschieden haben, kann der Freiwilligendienst beginnen. Hierzu wird eine schriftliche Vereinbarung getroffen, und die Vorbereitung kann starten. Klar, du steckst in dieser Zeit vielleicht gerade im Schulstress oder in anderen Verpflichtungen und hast gar nicht die Nerven oder die Zeit, Termine wahrzunehmen und dich um eine gründliche Vorbereitung zu kümmern. Und gleichzeitig ist eine intensive und längerfristige Vorbereitung auf die Zeit im Ausland unabdingbar und zahlt sich in jedem Fall aus! Wenn Trägerorganisationen dir keine umfassende und ausdifferenzierte Vorbereitung bieten, stimmt etwas nicht. Und keine Sorge: wir bekommen sicher miteinander eine gute Balance zwischen all deinen Verpflichtungen und den nötigen, vorbereitenden Schritten für deinen Freiwilligendienst im Ausland hin.
Mit unserer langjährigen Erfahrung, unserem fachlichen Wissen und unserer pädagogischen Kompetenz nehmen wir verschiedene Dimensionen bei der Vorbereitung in den Blick: 

  • Praktische Vorbereitung
    z. B. Flugbuchung, Visabeantragung, Sprachkenntnisse, Sicherheit, Gesundheitsvorsorge und vieles mehr
  • Persönliche Vorbereitung
    Motivation und Erwartungen, eigene Rollen, Ressourcen und Grenzen, Lernziele und vieles mehr
  • Inhaltliche Vorbereitung
    Infos zum Einsatzland und zur Einsatzstelle, Interkulturelles Lernen, entwicklungspolitische Themen und vieles mehr

Bei vielen von uns Trägerorganisationen findet diese Vorbereitung im Rahmen von einem oder mehreren mehrtägigen Vorbereitungsseminaren statt. Daneben kann es aber weitere Treffen und Angebote geben, und oft gehört im Vorfeld eine gute Vernetzung mit ehemaligen Freiwilligen oder anderen Akteur*innen dazu. Je nach Konzept deiner Trägerorganisation werden auch deine Angehörigen angesprochen und eingebunden.
Es ist unser Anspruch und unsere Verantwortung, dass du am Ende der Vorbereitung mit einem guten und sicheren Gefühl deine Reise ins Ausland antrittst.

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